Du hörst mir einfach nicht zu!
10 Tipps für bewertungsfreies Zuhören und echte Kommunikation auf Augenhöhe
Wer von uns kennt es nicht: Wir führen eine Diskussion oder vielleicht sogar einen Streit und wir warten nur darauf, dass die andere Partei Luft holt, um ihr sogleich ins Wort zu fallen und unsere Meinung lauthals rauszuprusten? Ich jedenfalls schon.
In vielen Gesprächen hören wir nicht nur zu, sondern formulieren innerlich bereits unser nächstes Argument. Zudem bewerten wir gleichzeitig – oft unbewusst. Wir interpretieren, ziehen voreilige Schlüsse oder kategorisieren unser Gegenüber: „Er ist immer so fordernd“, „Sie ist immer so negativ“, „Das ist doch Unsinn“. Doch diese Art des Zuhörens schafft Distanz statt Verbindung.
Wer stattdessen wirklich zuhört – ohne zu bewerten –, begegnet seinem Gegenüber auf Augenhöhe. Das schafft Vertrauen, tiefergehende Gespräche und eine respektvolle Kommunikation. Es geht nicht darum, jemanden zu „beurteilen oder in eine Schublade zu stecken, sondern darum, ihn in seiner Sichtweise und Emotion zu verstehen. Wer wertfrei zuhört, fördert tiefe Verbindungen, Offenheit und gegenseitiges Verständnis.
10 Tipps für bewertungsfreies Zuhören und echte Kommunikation auf Augenhöhe
- Bewusstes Wahrnehmen statt vorschneller Bewertung
Höre mit der Absicht zu verstehen – nicht, um zu bewerten oder eine Antwort vorzubereiten.
- Innere Urteile loslassen
Falls du dich beim Bewerten erwischst („Das ist typisch für ihn“), nimm es wahr, hinterfrage es und lasse es los.
- Pausen aushalten, bevor du reagierst
Manchmal braucht es Stille, damit ein Gespräch tiefer geht. Nicht jede Aussage erfordert sofort eine Antwort. Nimm dir und lass dem Anderen Zeit. Wer Pausen macht und lässt, wirkt besonnen, emotional kontrolliert und kompetent.
- Keine Etiketten vergeben
Vermeide Formulierungen wie „Du bist immer so …“ oder „Typisch für dich ist …“. Diese setzen das Gegenüber in eine Schublade und verhindert ein konstruktives Gespräch
- Stattdessen: eigene Wahrnehmung teilen
Formuliere deine Empfindungen in „Ich“-Botschaften:
Nicht: „Du bist so fordernd.“
Sondern: „Danke für deinen Input. Bei mir löst das aus, dass ich kurz Zeit zum Nachdenken brauche.“
"Zuhören ohne zu bewerten ist eine Kunst."
- Offene Fragen stellen statt Interpretieren
Anstatt automatisch eine Bedeutung anzunehmen, frage nach: „Wie meinst du das genau?“ oder „Was ist dir dabei besonders wichtig?“
- Kein Feedback zur Person geben, ausser wenn es erwünscht ist
Konstruktives Feedback ist wertvoll – aber nur, wenn es aktiv eingeholt wird. Ungefragte Bewertungen können das Gesprächsklima verschlechtern.
- Auf die Emotion hinter den Worten achten
Oft geht es nicht nur um den Inhalt, sondern um das Gefühl dahinter. Versuche, die Emotion wahrzunehmen und zu spiegeln: „Es klingt, als wäre dir das wirklich wichtig.“
- Zuhören, ohne sofort eine Lösung anbieten zu müssen
Wichtig vor allem für Männer: manchmal wollen Menschen einfach nur gehört werden – ohne Ratschlag oder Lösung. Frage lieber: „Möchtest du einfach nur erzählen, oder suchst du eine Lösung?“
- Wertschätzung ausdrücken
- Statt eine Aussage zu bewerten, kannst du anerkennen, dass sich dein Gegenüber mitteilt: „Danke, dass du das mit mir teilst.“
Zuhören ohne zu bewerten ist eine Kunst. Es stärkt Beziehungen, baut Vertrauen auf und ermöglicht echte Gespräche. Indem wir bewusst auf Bewertungen verzichten und stattdessen echtes Interesse zeigen, schaffen wir Verbindung und ein wertschätzendes Miteinander.
Herzlich,
Tom
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